Wirecard-Aktie bricht dennoch ein: Wirecard bestätigt Jahresziele trotz Ermittlungen

09 Juni 2020

Die laufenden Ermittlungen gegen die Wirecard-Vorstände haben nach Angaben des Unternehmens keine Auswirkungen auf das operative Geschäft. Der Dax-Konzern bekräftigte am Sonntagabend die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Zudem bestätigte das Unternehmen den 18. Juni als Veröffentlichungstermin für den Konzernabschluss 2019 und erwartet keine wesentlichen Abweichungen zu den bereits gemeldeten Vorläufigen Zahlen. Wirecard hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Behörden die Geschäftsräume des Unternehmens durchsucht haben. Es geht dabei um die bereits bekannten Ermittlungen im Zusammenhang mit Ad-hoc-Mitteilungen im Vorfeld der Veröffentlichung des Sonderuntersuchungsberichts der Wirtschaftsprüfungsfirma KPMG. Wirecard hatte die KMPG-Untersuchung in Auftrag gegeben, um sich vom Vorwurf der Bilanzmanipulation reinzuwaschen. Die Prüfer fanden keine Beweise für eine Bilanztäuschung, warfen dem DAX-Konzern jedoch organisatorische Mängel vor. Die Finanzaufsicht Bafin nahm den Sonderbericht Anfang Mai unter die Lupe und erstattete Anzeige wegen des Verdachts auf Marktmanipulation. Der Verdacht beruht darauf, dass die Verantwortlichen von Wirecard am 12. März und am 22. April „irreführende Signale für den Börsenpreis der Aktien der Wirecard AG gegeben haben könnten“.  Die Staatsanwaltschaft München I hat ein Verfahren gegen den gesamten Vorstand, also vier Beschuldigte, eingeleitet.  In der Mitteilung von Wirecard am Sonntagabend hieß es, Vorstand und Gesellschaft respektierten die Ermittlungen und kooperierten mit den Behörden. „Alle von den Behörden im Rahmen der Durchsuchung angeforderten Daten wurden kurzfristig bereitgestellt. Da es sich um laufende Ermittlungen handelt, werden von Vorstand und Gesellschaft keine öffentlichen Erklärungen zum Inhalt oder Stand der Untersuchung abgegeben.“ Man sei zuversichtlich, dass sich der Sachverhalt aufklären wird und die Vorwürfe sich als unbegründet erweisen werden. Wirecard rechnet im laufenden Jahr weiterhin mit einem operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1,0 bis 1,12 Milliarden Euro.  Mehr…

IAIS warnt vor retroaktiver Deckung nicht versicherter Corona-Schäden

11 Mai 2020

Die Internationale Vereinigung der Versicherungsaufsichtsbehörden IAIS betont in ihrer Pressemitteilung vom 7. Mai die Bedeutung der Versicherungswirtschaft in unsicheren Zeiten, plädiert aber gleichzeitig dafür, genau zwischen versicherten und nicht versicherten Schäden zu unterscheiden. Wenn ein Versicherungsvertrag das Pandemierisiko decke, sei es wichtig, dass der Versicherer diese Forderungen unverzüglich und effizient auszahle. Eine effiziente Schadensabwicklung und klare Kommunikation mit den Versicherungsnehmern stärkten das Vertrauens in den Versicherungssektor und leisteten einen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung.
Mehr…

Beschlüsse der EZB zum Staatsanleihekaufprogramm kompetenzwidrig

05 Mai 2020
Datenbank

Mit heute verkündetem Urteil hat der Zweite Senat mehreren Verfassungsbeschwerden gegen das Staatsanleihekaufprogramm (Public Sector Purchase Programme – PSPP) stattgegeben. Danach haben Bundesregierung und Deutscher Bundestag die Beschwerdeführer in ihrem Recht aus Art. 38 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 und Abs. 2 in Verbindung mit Art. 79 Abs. 3 GG verletzt, indem sie es unterlassen haben, dagegen vorzugehen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in den für die Einführung und Durchführung des PSPP erlassenen Beschlüssen weder geprüft noch dargelegt hat, dass die hierbei getroffenen Maßnahmen verhältnismäßig sind. Dem steht das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) vom 11. Dezember 2018 nicht entgegen, da es im Hinblick auf die Kontrolle der Verhältnismäßigkeit der zur Durchführung des PSPP erlassenen Beschlüsse schlechterdings nicht mehr nachvollziehbar und damit ebenfalls ultra vires ergangen ist. Einen Verstoß gegen das Verbot der monetären Haushaltsfinanzierung konnte der Senat dagegen nicht feststellen. Aktuelle finanzielle Hilfsmaßnahmen der Europäischen Union oder der EZB im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Corona-Krise sind nicht Gegenstand der Entscheidung. Mehr…

EIOPA verschiebt Solvency-II-Review um ein halbes Jahr

05 Mai 2020

Die Europäische Versicherungsaufsichtsbehörde EIOPA wird der Europäischen Kommission erst Ende Dezember 2020 ihre finalen Technischen Empfehlungen für den Review des europäischen Aufsichtsregimes für Versicherer, Solvency II, vorlegen. Aufgrund des Corona-Virus ist der bisherige Termin 30. Juni 2020 nicht zu halten, da auch die Folgen der Pandemie für die Finanzmärkte und das Versicherungsgeschäft abgeschätzt werden sollen.  Mehr…

Erklärung der EIOPA zu Grundsätzen zur Abmilderung der Auswirkungen von COVID-19

25 April 2020

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat sich die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung EIOPA am 17. April zur Situation der Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) geäußert. Dabei hob EIOPA die stabilisierende Rolle hervor, die EbAV als Anleger mit Langfristperspektive auf den momentan instabilen Märkten einnehmen können. Um die Risiken für die EbAV sowie ihrer Versorgungsberechtigten einzudämmen, hat EIOPA zudem einige Erwartungen formuliert. Diese betreffen unter anderem Aspekte wie Betriebskontinuität und operationelle Risiken, die Liquiditätslage der EbAV, die Finanzierungssituation der Einrichtungen und den Schutz der Versorgungsberechtigten.   Mehr…

Whitepaper

Neo4j

Neo4j Privacy Shield macht Datenschutzbestimmungen zur Chance

16 April 2020

Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist die Regelung der Europäischen Union, wie personenbezogene Daten von EU-Bürgern gespeichert und verwaltet werden dürfen. Alle Unternehmen, unabhängig davon, wo sie ihren Sitz haben, müssen ihren Besitz europäischer personenbezogener Daten genau verstehen, kontrollieren und verwalten oder müssen mit Strafverfolgung und hohen Geldstrafen rechnen. Laut PwC betrachten 92 Prozent der multinationalen Unternehmen die Einhaltung der DSGVO als oberste Priorität. Von diesen Unternehmen haben mehr als drei Viertel mehr als eine Million Dollar für die Einhaltung der Vorschriften bereitgestellt, und fast zehn Prozent planen, jeweils mehr als zehn Millionen Dollar auszugeben. Um Erträge aus Ihren DSGVO-Investitionen zu erzielen, sollten Sie über die Fragen der reinen Compliance hinausblicken. Verfolgen Sie stattdessen eine gut durchdachte Datenschutz- und Cybersicherheitsstrategie für die persönlichen Daten, die Sie in Ihrem Unternehmen verwalten.

Mehr…

ESMA verschiebt den Zeitpunkt MiFID II und MiFIR

15 April 2020

ESMA verschiebt den Zeitpunkt der Veröffentlichung der jährlichen Transparenzberechnungen für Nichteigenkapitalinstrumente und die quartalsweise Veröffentlichung von Daten zur systematischen Internalisierung. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA will Marktteilnehmer in der Corona-Krise nicht dadurch einem unbeabsichtigten operationellen Risiken aussetzen, dass sie von ihnen verlangt, erstmalige jährliche Berechnungen zu Nichteigenkapitalinstrumenten sowie vierteljährliche Berechnungen für das systematische Internalisierer-Regime für Derivate, strukturierte Finanzprodukte und Emissionszertifikate zum 30. April bzw. 1. Mai 2020 berücksichtigen. Diese Transparenzverpflichtungen gehen auf die zweite europäische Finanzmarktrichtlinie (Markets in Financial Instruments Directive II – MiFID II) und die europäische Finanzmarktverordnung (Markets in Financial Instruments Regulation – MiFIR) zurück. 
Mehr…