Claudia Zimmermann

Geldwäsche mal anders: China reinigt wegen Corona sein Bargeld

28 Februar 2020

Philip Mattheis Stern

China versucht verzweifelt, den Corona-Ausbruch in den Griff zu bekommen. Nun greift man sogar zu einer radikalen Maßnahme – und will das Bargeld entkeimen. Die Zahlen erschrecken: Fast 75.000 Menschen haben sich auf dem chinesischen Festland bestätigt mit Corona infiziert, die Zahl der Toten liegt bei über 2.500. Mit Zwangsquarantäne, Krankenhaus-Bauten im Schnellverfahren und zahlreichen weiteren Maßnahmen kämpft die Regierung gegen eine weitere Verbreitung an. Nun will man zusätzlich auch Geldscheine entkeimen. Das kündigte Fan Yifei, der stellvertretende Direktor der chinesischen Zentralbank während einer Pressekonferenz an. Man wolle mit der Maßnahme „die öffentliche Sicherheit und Gesundheit wahren, wenn Bargeld benutzt wird“, sagte Fan nach einem Bericht von „Channel News“.  Mehr…

Cum Ex Warburg Skandal: Parteispende der Bank und Strafanzeige

24 Februar 2020

Bevor wir zur Aktualität kommen, nochmal kurz der Rückblick, was eigentlich der Ausgangspunkt der Story ist. Sie kennen den größten Steuerraub der deutschen Geschichte? Banken und Großinvestoren raubten dem deutschen Steuerzahler Milliarden-Beträge, in dem man Aktien rund um den Zahltag der Dividenden schnell hin und her schob. So wurde für die Finanzämter unklar, wem die Aktien zum Stichtag eigentlich gehörten. In gigantischem Umfang erstatteten die Finanzämter so jahrelang Steuern für Kapitalerträge, die vorher gar nicht gezahlt wurden. Seit geraumer Zeit versucht der deutsche Staatsapparat (zum Beispiel über einen aktuellen Gerichtsprozess) Gelder zurückzubekommen. Hier sitzt auch die „honorige“ Hamburger Privatbank MM Warburg mit auf der Anklagebank. Mehr…

Wirecard lässt Verhandlungstermin gegen „FT“ platzen

21 Februar 2020

von Daniel Zwick

Dank des Booms bei elektronischen Zahlungen hat der Zahlungsdienstleister Wirecard seinen Umsatz deutlich gesteigert – trotz des Vorwurfs fehlerhafter Bilanzierungen. Das Ergebnis stieg um rund 40 Prozent. Vor Monaten hatte der Dax-Konzern Wirecard die britische „Financial Times“ wegen Manipulationsvorwürfen verklagt. Doch jetzt hat der Zahlungsdienstleister die Gerichtsverhandlung überraschend verschoben. Zu den Gründen äußert sich Wirecard nicht. Der Dax-Konzern Wirecard hat im Rechtsstreit mit der britischen „Financial Times“ einen überraschenden Rückzieher gemacht. Eigentlich sollte die Klage des Zahlungsdienstleisters gegen die Wirtschaftszeitung am 27. Januar vor dem Landgericht München 1 verhandelt werden. Doch dazu kam es nicht. „Den Termin für die mündliche Verhandlung hat die Vorsitzende Richterin auf Antrag der Klageseite abgesetzt“, bestätigte die Sprecherin des Gerichts. Wann das Verfahren jetzt weitergeht, liegt in der Hand des Unternehmens.  Mehr…

Spende der Warburg Bank bringt die SPD in Erklärungsnot

19 Februar 2020

Karolina Meyer-Schilf

Die Hamburger Bank spendete 2017 an den Kreisverband von Johannes Kahrs. Kurz vor der Bürgerschaftswahl will die SPD lieber nicht darüber diskutieren. Eine knappe Woche vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg sehen sich die Sozialdemokraten heftigen Vorwürfen ausgesetzt. Nach der mutmaßlichen Verstrickung von Spitzenkandidat Peter Tschentscher und dem früheren Ersten Bürgermeister und heutigen Finanzminister Olaf Scholz in mögliche Steuergeschenke an die Hamburger Warburg-Bank gerät nun auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs ins Blickfeld. Er ist eine schillernde Figur. Verwickelt in zahlreiche Skandale und Skandälchen, bekannt als begnadeter Netzwerker und Machtmensch, konnte ihm bislang nie etwas dauerhaft schaden. Weder der Prozess um nächtlichen Telefonterror gegen eine innerparteiliche Konkurrentin, der 1992 mit einem Vergleich endete; noch die rund 60.000 Euro Spenden, die in den Jahren 2005 und 2006 aus der Rüstungsindustrie in seinen Kreisverband geflossen sein sollen. Mehr…

Bundesregierung verabschiedet Blockchain-Strategie

18 Januar 2020
Datenbank

Mit der vom Bundeskabinett verabschiedeten Blockchain-Strategie hat Deutschland als einer der ersten Staaten einen Fahrplan vorgelegt, um die Chancen der Blockchain-Technologie zu nutzen und ihre Potenziale für die digitale Transformation zu mobilisieren. Die Blockchain-Technologie ist eine der meistdiskutierten Innovationen der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie wurde basierend auf der Vision eines dezentralen Systems entwickelt, das zentrale Instanzen ablösen und Transaktionen unmittelbar zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen soll. Dies kann zum Beispiel Handel und Austauschbarkeit von Werten vereinfachen. Der bekannteste – bei Weitem nicht einzige – Anwendungsfall ist die Kryptowährung Bitcoin. In letzter Zeit rücken Anwendungsfälle jenseits von Kryptowährungen mehr und mehr in den Fokus, darunter auch im Bereich der kommunalen Verwaltung.
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Londoner Banker in New York sollen Insidergeschäfte begangen haben

13 Januar 2020

Zwei Banker sollen Insiderinformationen an zwei noch unbekannte Mittelsmänner verkauft haben. Düsseldorf Dutzende Banker und Händler sind in der Vergangenheit bereits wegen Insidergeschäften verurteilt worden. Doch trotz teils hoher Strafen scheint die Aussicht auf leichte Gewinne immer noch sehr verlockend zu sein, wie eine Anklage in den USA zeigt. Darin wird zwei Londoner Banker in New York vorgeworfen, vertrauliche Informationen an einen internationalen Ring von Insiderhändlern verkauft zu haben.

Monsantos Erbe – Bayer wird es einfach nicht los

02 Januar 2020

Bernd Ziesemer

Als sich Monsanto-Chef Hugh Grant mit 123 Millionen Dollar Abfindung verabschiedete, warf ihm sein breit lächelnder Freund Werner Baumann jede Menge Lob hinterher. Der Bayer-Chef stellte sich Arm in Arm mit dem Schotten vor die Kameras, lobte seine „enorme Unterstützung“ bei der Übernahme des amerikanischen Konzerns und wies jede Kritik am Geschäftsgebaren des schon damals höchst umstrittenen Glyphosat-Produzenten zurück. Seitdem sind die Gerichtsklagen gegen das Monsanto-Unkrautvernichtungsmittel Roundup auf 50.000 gestiegen, die schrägen PR-Methoden des Konzerns in das Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik geraten und die zahlreichen Manipulationen mit angeblich wissenschaftlichen Studien ans Tageslicht gekommen. Bayer verspricht ständig Transparenz im Fall Glyphosat, aber verfolgt die Sünden der Monsanto-Vergangenheit nicht mit eigenen Mitteln nach, sondern gibt immer nur das zu, was sich auf keinen Fall mehr leugnen lässt. Deshalb versinkt der Konzern immer wieder im Monsanto-Sumpf, wenn es gerade so aussieht, als ginge es nun endlich wieder bergauf.
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Missbrauch des Video-Ident-Verfahrens – wie kann man sich schützen ?

19 Dezember 2019
Datenbank

Manche Kreditinstitute bieten zur Identifizierung der Kunden bei einer Kontoeröffnung ein sog. „Video-Ident-Verfahren“ an, damit sie nicht in eine Filiale kommen oder an einem Post-Ident-Verfahren teilnehmen müssen. Bei einem Video-Ident-Verfahren identifizieren sich die Kunden über einen Videoanruf über das Internet bzw. eine App auf dem Smartphone gegenüber dem Kreditinstitut oder einem von ihm beauftragten Unternehmen. Zur Identitäts- und Legitimationsprüfung müssen die Kunden z.B. einen gültigen Personalausweis oder Reisepass in die Kamera zeigen und Fragen beantworten.
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Finanzaufsicht prüft Wirecards Kommunikation

18 Dezember 2019

Felix Holtermann

Der Konzern wehrt sich gegen neue Vorwürfe und will seine komplexe Bilanz künftig besser erklären. Unterdessen prüfen Aufseher die Kommunikation von Wirecard. Von einer besinnlichen Adventszeit kann beim Zahlungsabwickler Wirecard keine Rede sein. Nach Informationen des Handelsblatts prüft die deutsche Finanzaufsicht Bafin die Kommunikation des umstrittenen Dax-Konzerns. Die Bafin hatte im Frühjahr sogenannte Leerverkäufe verboten, die von Spekulanten für Wetten auf fallende Wirecard-Kurse genutzt wurden.
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Einfluss von Fintechs auf die Finanzbranche

16 Dezember 2019

Dr. Fabian Leonhardt

Die BaFin nutzt ihre allgemeine Marktbeobachtung, um das Segment der Fintechs im Blick zu behalten. Derzeit befindet sich das junge Segment in einer Phase der Konsolidierung. Dazu gehört auch eine zunehmende Kooperation von Fintechs untereinander sowie von Fintechs mit Etablierten. Fintechs, also junge Unternehmen, die innovative Finanztechnologien in der Finanzbranche anwenden, verfolgen ganz unterschiedliche Geschäftsmodelle. Manche Fintechs sind im Versicherungssektor mit innovativen Lösungen im Vertrieb tätig, andere bieten Apps an, die die finanzielle Situation der Nutzer analysieren, und wieder andere stellen Banken oder Versicherern IT-Lösungen bereit.
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